Ein Hund im Norden

Der Weg ist das Ziel

Das wusste Konfuzius schon und ich bin da ganz seiner Meinung. Bisher jedenfalls.

Seit ich mit im Schlafzimmer schlafe, habe ich ein Ziel vor Augen: nachts mit auf dem Bett meines Rudels liegen und schlafen.


Natürlich hatten sich Herrchen und Frauchen nicht lumpen lassen und haben mir einen sehr bequemen Schlafplatz eingerichtet, das muss ich ja zugeben. Warm und kuschlig habe ich es. Mein Platz ist direkt neben dem Bett, Frauchen kann also immer mal meinen Kopf streicheln oder mir beruhigend die Hand auflegen, wenn ich mal wieder wild träume. Macht sie auch, da will ich mich gar nicht beschweren.

Trotzdem scheint mir das Bett, in dem meine beiden Menschen schlafen, von Anfang an sehr verführerisch: himmlisch wohlige Kuscheldecken und eine Matratze, auf der ich sicher bestens schliefe.

Aber das Bett ist hoch und anfangs für mich in weiter Ferne. Eigentlich genau wie das Sofa im Wohnzimmer. Da ich das inzwischen mit Leichtigkeit erobert habe, wundert es mich doch sehr, noch nie direkt aufs Bett gesetzt worden zu sein.

Offenbar soll ich auch das selbst erobern.

Also warte ich ab. Irgendwann wird es plötzlich erreichbar sein (ähnlich wie das Sofa).


Jeden Morgen also teste ich mich ganz langsam vor. Ich springe mit den Vorderpfoten aufs Bett, wenn ich Frauchen wecke. Unmerklich erobere ich mir so Tag für Tag ein Stückchen mehr vom Schlafparadies meiner Menschen. Es läuft prima. Ich rechne damit, mir in wenigen Wochen einen Platz im Kuschelhimmel erschlichen zu haben.


Und dann das. Freitagvormittag klingelte es an der Haustür, wie immer war es der nette Mann, der Post und Pakete bringt (fast immer ist etwas für mich dabei. Der Mann ist wirklich prima!)


Und dann stand plötzlich ein r-i-e-s-i-g-e-s Paket im Flur und Herrchen und Frauchen packten ein neues Hundebett aus. Hübsch! Und sehr bequem, es gefiel mir, wie es hier so im Wohnzimmer lag. Prima Alternative zum Sofa, dachte ich. Das hatten die beiden gut gemacht.


Natürlich tat ich ihnen auch den Gefallen und legte mich tagsüber immer mal wieder auf den neuen Liegeplatz, beschnüffelte die Neuanschaffung ausgiebig und platzierte meinen Anders (Ihr erinnert Euch? Meine Ente!) darauf.

Als Herrchen aber das neue Hundebett abends nach oben ins Schlafzimmer trug, schwante mir nichts Gutes. Sollte das etwa bedeuten, DAS wird MEIN Bett und ihr bleibt weiterhin in EUREM – und zwar OHNE MICH?

Absolut sollte es das!

Das ganze Schlafzimmer war umgestellt (wann haben die beiden das denn gemacht? Hatte ich da etwa etwas verschlafen?) und auch, wenn der neue Hundeplatz eigentlich immer noch perfekt neben dem Objekt meiner Begierde stand, wusste ich, dass es mit meinem Plan so nicht weiterging.

Ich musste handeln!

Gleich am nächsten Morgen wagte ich es, nahm ausreichend Anlauf und erklomm erstmals mit einem Satz (war gar nicht mehr schwer) das Bett. Triumphierend wollte ich mich gerade häuslich niederlassen (natürlich NACHDEM ich ausgiebig meine Zuneigung gezeigt hatte, darauf sind die beiden ja ganz wild) – da wurde ich doch tatsächlich wieder runter komplementiert.


Unverschämt! (Und da hatten Herrchen und Frauchen ja nun selber Schuld, dass ich plötzlich bösen Schluckauf bekam!)

Ich muss einen neuen Plan entwickeln.

Wie habt ihr das denn hinbekommen, dieses Schlafen im (Menschen)bett?


Ich bin für Tipps dankbar!

Bis dahin,

Ein Kommentar

  • Marita Szillus

    Was für ein tolles Hundebett, Bergson! So eines haben deine Mama, Oma, Großoma usw. … hier auch! Übrigens sind deine ersten Wurfgeschwister in genau so einer doggybed-Kudde geboren worden, bevor Mama dann mit euch in die Wurfkiste umgezogen ist. 😉
    Aber alle Mädels hier können deine Sehnsucht nach dem Menschenbett sehr wohl verstehen. Ich glaube auch ganz sicher, wenn du dein doggybed erst einmal akzeptiert hast und dort lieb die Nacht verbringst, dann wirst du sicher auch irgendwann mal eingeladen, morgens zum Kuscheln ins Menschenbett zu kommen. Aber pass auf! Runterspringen vom Bett ist nocht nicht erlaubt!
    Wir wünschen dir viel Erfolg bei deinem großen Unternehmen!
    Liebe Grüße, Marita, Mama Moe und alle anderen FC´s.

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